Irritationen bei der FR-Lektüre 2

Die FR und die Gattinnen

In einem Artikel (Schwarze und Grüne: Wenn bloß die FDP nicht wäre, denkt die CDU ) zum WählerInnen-Verhalten in Frankfurt hat Matthias Arning in der Frankfurter Rundschau heute den CDU-Integrationsminister in Nordrhein-Westfalen Armin Laschet zitiert: Selbst in den Vierteln der Reichen wählen Bürger Grün. Nichts Schlechtes über Gattinnen von Hochschullehrern möchte er sagen, aber beobachten lasse sich: „Die Männer wählen FDP oder CDU, die Frauen haben viel Geld und beruhigen ihr Gewissen, indem sie Grün wählen.“

Woher haben die Frauen viel Geld? Arbeiten Sie auch als Hochschullehrerinnen? Oder sind alle Frauen von Hochschullehrern vermögende Privatiers? Oder handelt es sich um Hausfrauen, die aber hier verschämt Gattinnen heißen? Und warum haben sie ein schlechtes Gewissen? Haben die Männer keins?

Arning weiter: „Wie lässt sich verhindern, dass in den bürgerreichen Vierteln des Dornbuschs, Ginnheims und Eschersheims beispielsweise die Gattinnen und die Stammwähler selbst vermehrt in Richtung Grüne abwandern?“

Ja, über diese Frage haben sich sicherlich Generationen von Wahlforschern Gedanken gemacht. Wen wählt die Gattin, wen der Junggeselle? Offenbar taugen die bisherigen Kategorien nicht mehr, die nach Alter, Geschlecht, Beruf etc. unterscheiden. Wahrlich ein revolutionärer Ansatz in der Wahlanalyse!

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