Neue Studie: Wie zufrieden sind Eltern?

Uta Rasche hat für die FAZ die Ergebnisse einer Studie zusammengefasst, die das „Elterliche Wohlbefinden in Deutschland“ untersucht und dieser Tage von der Bundesfamilienministerin Köhler vorgestellt wurde. 1000 Mütter und 1000 Väter mit mindestens einem Kind unter sechs Jahren wurden im vergangenen Sommer nach ihrer Zufriedenheit befragt.

Die Ergebnisse:

– Am zufriedensten sind Väter mit zwei Kindern und einer Vollzeitstelle.
– Die Zufriedenheit der Mütter steigt mit dem Alter der Kinder
– Erwerbstätige Mütter sind zufriedener als nicht erwerbstätige
– Alleinerziehende sind unzufriedener als Paare
– „Erstaunlicherweise sind vollzeiterwerbstätige Alleinerziehende unzufriedener als nicht oder geringfügig Erwerbstätige“ (Rasche)
– Väter in Paarfamilien sind mit allem (Gesundheit, Schlaf, Einkommen, Partnerschaft) zufriedener als die Mütter

Sind das überraschende Erkenntnisse? Ich denke nicht. Dass Väter gern abends nach Hause kommen, wenn der Familienstress vorbei ist und der ruhige Teil des Tages beginnt, ist bekannt. Dass für die Mütter das Leben leichter wird und die Nächte länger, wenn das Kind aus dem Gröbsten raus ist, ist ein Allgemeinplatz. Ebenso die Bedeutung von beruflicher Anerkennung und selbst verdientem Geld.
Dass eine Paarbeziehung was Schönes sein kann, wissen auch die meisten Menschen. Ein kleines Kind allein zu erziehen und Vollzeit zu arbeiten, ist nicht nur wegen der Kita-Öffnungszeiten Dauerstress. Die höhere Zufriedenheit der Männer könnte durchaus auf ihren besseren Verdrängungsfähigkeiten beruhen, außerdem reicht es ja, wenn einer in der Familie sich Sorgen macht…

Und was sind die Erwartungen der Eltern an die Familienpolitik? Flexiblere Arbeitszeiten und Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen sowie mehr Ganztagsschulen.

Nach den Ergebnissen der Studie ist für die meisten Eltern noch immer der ganztags arbeitende Vater und die Teilzeit arbeitende Mutter das Ideal.

Meine Idealvorstellung: Zwei Teilzeit arbeitende Eltern, die zugunsten gemeinsamer Familienzeit lieber auf Konsum verzichten, hat weniger als fünf Prozent Anhänger unter den Eltern. Merkwürdig!

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