Heinz Brakemeier ist gestorben

Bei Heinz Brakemeiner habe ich vor zwanzig Jahren den ersten Leistungsschein in Politikwissenschaft gemacht. Meinen Bemühungen um einen eigenen Blick auf die „Sozialgeschichte der europäischen Arbeiterbewegung“ bescheinigte Brakemeier, damals Hochschullehrer am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität in Frankfurt, „sehr guten Erfolg“, was mich enorm motivierte.

Heute habe ich seine Todesanzeige in der Frankfurter Rundschau gelesen und festgestellt, das wir seit Jahren im gleichen Frankfurter Dorf leben, bzw. gelebt haben.

„Dass die in der Geschichte angelegte Hoffnung auf eine Befreiung der Menschheit von Herrschaft und Ausbeutung nicht nur Möglichkeit bleibe, sondern Wirklichkeit werde, und dass es gelingen möge, jenseits von Markt und zentraler Verwaltung eine Form gesellschaftlicher Reproduktion zu entwickeln, in der die Menschen in freier Assoziation ihr gesellschaftliches und persönliches Leben selbst bestimmen – dieser Perpektive galten Brakemeiers Denken und sein uneigennütziges politisches Engagement“ heißt es in der Todesanzeige.

Seine letzte Veröffentlichung war das gemeinsam mit Jens Becker im VSA Verlag herausgegebene Buch „Vereinigung freier Individuen“.

Zur Trauerfeier von Heinz Brakemeier.

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