„Was wäre wenn?“ von Antje Schrupp (3.Teil)

„Konkurrenz ist unlogisch“ – Eine provokante These, propagieren doch die Verfechter der Marktwirtschaft seit jeher die Konkurrenz als Triebkraft nicht nur des wirtschaftlichen Handelns. Denn das Konkurrenzdenken hat längst alle Lebensbereiche erfasst. Auch Frauen konkurrieren miteinander um eine gelungene Weiblichkeit, was heute „offensiv gefördert, publizistisch begleitet und vermarktet“ wird und laut Schrupp zu einer Verstärkung von Geschlechtsrollenklischees führen kann.

In diesem Zusammenhang fällt mir „Das große Jagen“ von Martin Hecht ein (nur noch als Hörbuch erhältlich), in dem er den gesellschaftlichen Wettstreit um das beste und erfolgreichste Leben untersucht.

Warum ist Konkurrenz unlogisch? Weil sie von falschen Voraussetzungen ausgeht. Denn Konkurrenz ist ein Verfahren, dass nur in Not- und Mangelsituationen sinnvoll ist. Die industrielle Produktionsweise hat aber die realen Mängel weitgehend beseitigt.

„Nicht der Mangel ist die grundlegende Erfahrung menschlichen Lebens, sondern die Fülle – zum Beispiel im Geschenk des Lebens und der Sprache, das wir alle als Kinder von unserer Mutter bekommen haben.“ Dieses Wissen gilt es zu bewahren und zu kultivieren.

Antje Schrupp: „Was wäre wenn“, Ulrike Helmer Verlag, 180 Seiten, 16,90 Euro

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2 Gedanken zu “„Was wäre wenn?“ von Antje Schrupp (3.Teil)

  1. Antje Schrupp 17. Januar 2010 / 16:32

    Hallo, wollte nurmal kurz sagen, dass mich deine Hinweise auf mein Buch sehr freuen, vielen Dank! Antje

  2. umamibuecher 17. Januar 2010 / 17:27

    Aber gerne! Gruß, Carmen

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