Buchmesse 2009 – Impressionen

Lesezelt 17.10.09, von Links: Stephan Thome, Claire Beyer, Hanns-Josef Ortheil
Lesezelt 17.10.09, von Links: Stephan Thome, Claire Beyer, Hanns-Josef Ortheil
Mein gestriger Buchmesse-Besuch hat eine ganz ordentliche Ausbeute gebracht, nicht nur an neuen Lese-Ideen, sondern auch an prominenten Gesichtern und an käuflichen Dingen.

Die ehemalige ARD-Moskau-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz war gerade beim Herbig-Verlag, als wir in ihrem neuen Buch „Privatsache“ blätterten, in dem sie anlässlich ihre 60. Geburtstages aus ihrem beruflichen und privaten Leben erzählt.

Herta Müller war natürlich da und von Kameras umringt, Hanns-Josef Ortheil wurde auf dem „blauen Sofa“ zu seinem neuen Roman „Die Erfindung des Lebens“ (Luchterhand) interviewt und Johann Lafer kochte und verteilte Probierportionen.

Die Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen unterhielt sich beim Stand des S. Fischer Verlages, sie hat erstmals einen Krimi geschrieben: „Wer weiß was“. Ich will aber zuvor ihr Buch „Älter werden“ lesen.

Zwei außergewöhnliche Autoren haben neue Bücher veröffentlicht: Rainald Goetz und Botho Strauss. Ihre Bücher zu besprechen ist ja eine extreme Herausforderung, mal sehen, ob ich mich ihr irgendwann stelle.

Bei der Widukind-Presse (Halle 4.1.) habe ich mir eine Radierung von Hanif Lehmann gegönnt und mein Kind bekam beim Verlassen der Buchmesse ein Paar grüne Fellhandschuhe – just an dem Stand, an dem sich gerade Elke Heidenreich nach einem Schal umsah – es ist aber auch kalt in Frankfurt….

Ich empfehle jedem, der an diesem Wochenende noch zur Buchmesse will, sich vorher das Programm anzusehen und einzelne Veranstaltungen auszuwählen. Es ist einfach zu voll und die Distanzen sind zu groß, um mal kurz von Halle 3 in Halle 5.1 zu sprinten.

Ein Highlight heute, 17.10.2009 um 17 Uhr: Stephan Thome liest aus seinem Buch „Grenzgang“ im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse.

Nachtrag 17.10.09, 19 Uhr: Die Lesung war toll. Vor Stephan Thome las Hanns-Josef Ortheil aus seinem autobiographischen Buch über einen Jungen, der die ersten sieben Jahre seines Lebens nicht spricht, aber sehr gut zuhört. Ein sicher lesenswertes Buch von einem liebenswürdigen und souveränen Autor.

Und Stephan….. Er kann auch noch wunderbar vorlesen mit seiner angenehmen, tiefen Stimme. Wie komme es, dass er sich so gut einfühlen könne in das Seelenleben einer Frau, fragte die Moderatorin. Das sei nichts Ungewöhnliches, meinte Thome. Er hielte ohnehin nichts von dieser, eine ganze Comediesparte begründenden Vorstellung, dass Männer und Frauen einander nicht verstehen könnten. Nichts als das normale Maß an Einfühlungsvermögen brauche es dazu.

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2 Gedanken zu “Buchmesse 2009 – Impressionen

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