Deutscher Buchpreis 2009 – „Zeit-Fliegen mögen einen Pfeil“

Am 12.10. 2009 wird zur Eröffnung der Buchmesse 2009 der Deutsche Buchpreis im Frankfurter Römer verliehen – und ich bin dabei!

Nach einer kurzen Sichtung der Romane, die es auf die Shortlist geschafft haben, habe ich mir „Grenzgang“ von Stephan Thome gekauft. Dass ich mich für seinen Roman entschieden habe, hat keine literarischen sondern rein subjektive Gründe. Die Geschichte spielt in der hessischen Provinz, die Protagonisten sind „in diesem vertrackten mittleren Alter, wenn man nicht mehr jung ist, alt aber noch nicht sein möchte“ (Sandra Kegel in der FAZ) und sie sind – natürlich – auf der Suche nach Glück. Auf so eine Geschichte hatte ich gerade Lust. Ich habe jetzt 150 Seiten des Romans gelesen und bin begeistert. Auch wenn der Autor selbst von einem eher depressiven Grundton seines Buches spricht, ist die Wirkung auf den Leser eine ganz andere: Es ist durchaus tröstlich und sogar aufmunternd, wie Thomes Figuren ihre Lebenslage bedenken und mit der Gefahr des Scheiterns umgehen.

Das Buch von Norbert Scheuer „Überm Rauschen“ hatte ich auch in der Hand, aber die in der Eifel spielende Vater-Sohn-Geschichte konnte mich trotz des äußerst sympathischen Lächelns des Autors auf dem Cover nicht so schnell gefangen nehmen.

Eine Leseprobe des Romans „Frequenzen“ von Clemens J. Setz brachte mich gleich zum Lachen. Setz` Romanfigur Steiner übersetzt die Aufschrift seines Pyama-Oberteils „Time flies like an arrow“ nämlich so: Zeit-Fliegen mögen einen Pfeil. Das Buch könnte also Spaß machen.

Außerdem stehen noch Rainer Merkel mit „Lichtjahre entfernt“, Herta Müller mit „Atemschaukel“ und Kathrin Schmidt mit „Du stirbst nicht“ auf der Shortlist. Es wird sicher spannend.

Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“, der den Buchpreis 2008 erhielt, gehört zu den Büchern, an denen ich kläglich gescheitert bin. Nach 500 Seiten habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass mich die Geschichte je in ihren Bann schlagen könnte. Dieses in meinem Bücherregal seltene Schicksal eines nicht zu Ende gelesenen Buches teilt der Roman mit „Der Butt“ von Günther Grass.

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