Marilyn French ist tot

Die feministische Autorin Marilyn French ist am 2. Mai 2009 in New York City gestorben, sie wurde 79 Jahre alt.

 Ich habe ihr berühmtestes Werk „Frauen“, das 1977 in den USA erschien und in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurde, Anfang der Achtziger gelesen. Die Geschichte einer jungen intelligenten Amerikanerin, die ihr Studium aufgibt, um das Leben einer finanziell und emotional abhängigen Hausfrau und Mutter zu führen, hat mich zur Feministin gemacht – mehr als es die Lektüre von EMMA und Courage (von 1976 bis 1984 deutsche feministische Zeitschrift) vermochte.

Auch ihr eher unterhaltender Roman „Das blutende Herz“ (1980) hat mir gut gefallen, er handelt von der leidenschaftlichen Liebesgeschichte zwischen Dolores und Victor, zwei älteren einander ebenbürtigen Amerikanern, die sich in einem Zug in England begegnen.

In ihrer monumentalen Abhandlung „Jenseits der Macht. Frauen, Männer und Moral.“ beschreibt sie auf annähernd tausend Seiten die Geschichte der Geschlechterverhältnisse.  

Marilyn French war die amerikanische Simone de Beauvoir, beide Autorinnen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Wir sollten unseren Töchtern von diesen berühmten Frauen erzählen, und so verhindern, dass in Zukunft wieder die „Traditionslosigkeit“ der feministischen Kämpferinnen (Silvia Bovenschen) beklagt werden muss.  

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